Die circa 80 Zuschauer beim Derby in der BLA der Damen zwischen der HSG MainHandball und der FSG Hattersheim/Hofheim sahen ein spannendes Match, das am Ende mit 22:22 keinen Gewinner hervorbrachte. Die Gäste führten lange Zeit (Halbzeit 13:8 für die FSG), konnten die Leistung allerdings nicht über die komplette Spielzeit abrufen.
Mit starkem Durchsetzungswillen im Angriff und einer sehr energischen Defensivleistung setze die FSG Hattersheim/Hofheim die Gastgeberinnen von Anfang an unter Druck. Bereits nach zwölf Minuten stand es 6:2 für die Gäste, für die vor allen Dingen M. Huber starke Akzente im 1:1 als auch aus dem Rückraum setzte. Die HSG kämpfte sich zum 8:6 (23. Min.) heran, aber das Team von Niklaus Rockel hielt dagegen und baute die Führung zur Halbzeitpause auf 13:8 aus.
Der komfortable Vorsprung schrumpfte nach dem Wechsel auf drei bzw. vier Tore. Die FSG versäumte, die Führung wieder auszubauen, hielt die Gastgeberinnen aber bis zur 47. Min. auf Abstand. Dann fielen innerhalb kurzer Zeit zwei leichte Tore für die Gastgeberinnen (17:16 aus Sicht der FSG) und das Spiel drohte zu kippen. Noch einmal stemmte sich die FSG dagegen, baute die Führung wieder auf zwei Tore aus (16:18 und 17:19), doch in der 54. Minute fiel der Ausgleich zum 19:19.
Die Fans beider Teams feuerten ihre Mannschaften an, die Atmosphäre war aufgeladen, man verstand kaum sein eigenes Wort. Drei Minuten später führten die Gastgeberinnen tatsächlich mit 21:19 (57.), es blieb der FSG nur noch wenig Zeit, das Spiel wieder zu drehen. E. Rödelbronn und M. Huber behielten die Nerven, erzielten bis zur 59. Minute den Ausgleich. Die letzten 90 Sekunden waren an Spannung kaum zu überbieten. Der HSG MainHandball gelang erneut der Führungstreffer zum 22:21. Ein letzter Angriff der FSG Hattersheim/Hofheim schaffte Platz für einen beherzten Wurf von Außen und D. Sevinc traf zum Endstand von 22:22.
Eine Mischung aus Freude und Enttäuschung zeigte sich in den Gesichtern der Gäste. „Es war eine fast perfekte 1. Halbzeit meiner Mädels“, so FSG-Trainer Niklaus Rockel. „Eine sehr gut abgestimmte Defensive, nur acht Gegentreffer nach 30 Minuten, schneller Druckaufbau im Angriff und konzentrierte Abschlüsse – es war eine Freude zuzuschauen!“ Die sich in der zweiten Hälfte einschleichenden Technik- und Konzentrationsfehler bauten dann den Gegner auf und führten zur Wende des Spiels. Es sei ein verlorener Punkt, so Rockel, wenn man auf die erste Halbzeit schaue. Durch die Willensleistung der Mannschaft zum Ende sei es jedoch auch ein gewonnener Punkt.
Die nächste Bewährungsprobe steht am Sonntag, 8. Oktober, um 17.30 Uhr an. Dann empfängt die FSG Hattersheim/Hofheim die HSG Breckenheim/ Wallau/ Massenheim in der Städtischen Sporthalle in Hattersheim.
Es spielten: im Tor V. Bosnic-Wehner und J. Stierstädter sowie im Feld M. Bächler (5/1), S. Böhler (2), M. Huber (8/1), M. Gillies, A.-K. Kröck, B. Lehmler, N. Moersfelder, C. Pappisch (1), E. Rödelbronn (3/2), N. Schott, D. Sevinc (3), J. Wötzold.
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