Ein besonderes Jubiläum stand bei den Choryfeen im Liederkranz Kriftel an: Seit 25 Jahren leitet Svitlana Tulchiner den Frauenchor musikalisch. Dafür wurde sie jetzt im Josef-Wittwer-Haus mit einer sehr persönlichen Feierstunde überrascht.
Zum Auftakt empfingen die Sängerinnen ihre Chorleiterin mit einem Spalier aus Rosen und stimmten den Evergreen „Für dich soll’s rote Rosen regnen“ von Hildegard Knef an. Das war ein sehr bewegender, emotionaler Moment, der den Ton für den weiteren Abend setzte.
In den anschließenden Redebeiträgen wurde die lange gemeinsame Zeit gewürdigt. Die Vorsitzende des Liederkranzes, Engellie Stern-Krecker, fand klare Worte des Dankes: Svitlana Tulchiner habe den Chor über viele Jahre geprägt, unzählige Konzerte vorbereitet, gestaltet und geleitet. Besonders die schwierige Corona-Zeit sei allen in Erinnerung geblieben. Proben mussten ausfallen, wurden aber kurzerhand ins Digitale verlegt. Auch Treffen im Freien, etwa an der Kapelle oder in Gärten, hätten den Zusammenhalt gesichert: „Das war eigentlich dann doch wunderschön“, so Stern-Krecker rückblickend.
Nach der Pandemie habe der Chor zunächst vor Herausforderungen gestanden, doch mit neuen Projekten und dank dem Engagement von Svitlana Tulchiner seien viele neue Sängerinnen hinzugekommen. „Wir wurden ein richtig toller Chor, dank deines Einsatzes“, lautete das Fazit der Vorsitzenden. Sie überbrachte auch herzliche Glückwünsche des Männerchors im Liederkranz.
Für heitere Momente sorgte zudem Roswitha Kosiol, die mit 87 Jahren die älteste Sängerin im Chor ist und traditionsgemäß eine launige Rede in Versform beisteuerte. Sehr persönlich wurde es bei der Ansprache von Christel Fritz, die zahlreiche gemeinsam einstudierte Liedtexte einfließen ließ und der Chorleiterin als Geschenk ein Los der Fernsehlotterie überreichte – verbunden mit dem Wunsch: „Möge es viel Glück bringen.“
Natürlich wurde auch ein Ständchen gebracht, dirigiert von Claudia Schulz. Für die Überraschung des Abends sorgte dann schließlich Bürgermeister Christian Seitz, der persönlich gratulierte und Blumen überreichte. Mit einem Augenzwinkern stellte er fest, er sei zwar schon lange im Amt – aber Tulchiner sei noch länger Chorleiterin: „Ich kann mich schon gar nicht mehr daran erinnern, wer vor ihr den Frauenchor geleitet hat“, scherzte er.
Ein gemeinsames Büfett, zu dem alle Sängerinnen beigetragen hatten, rundete die Feier ab. Am Ende stand ein großes Dankeschön an das Organisationsteam: „Das habt ihr super gemacht“, lautete das einhellige Urteil.



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