Man diskutierte hier über den Einsatz der vorhandenen Zuggarnituren. Denn zu dieser Zeit standen nur eine rote DB-Cargo-Lok der Baureihe 212 als Diesellok mit den roten Personenbeförderungswagen und eine Diesellok der Baureihe V 60 der DB AG mit den vielen Bobbycar-Wagen zur Verfügung.
Doch je weiter die Uhrzeiger wanderten und Petrus ein Einsehen mit den Großbahnern 5 Zoll hatte, kamen auch die Eltern mit ihren Kindern zum Zugfahren. So konnte man weitere Züge auf die Gleise stellen und mit der Zeit normalisierte sich das Geschehen rund um die Fahrstrecke.
Hans Helmus, als Fahrdienstleiter, hatte im Bahnhof jetzt alle Hände voll zu tun, um auf den beiden Gleisen das Aus- und Einsteigen zu koordinieren und die Züge wieder auf die Reise zu schicken. So ging es hinauf in Richtung Grillhütte, durch den „Grand Canyon“ und wieder zurück zum Ausgangspunkt Bahnhof. Eine sechs Minuten dauernde Fahrt auf 1600 Meter Schiene.
Wenig später stand auch die erste Dampflok auf der Drehscheibe des Bahnbetriebswerkes zum Bekohlen bereit. „Diese Lok ist 1903 in Betrieb gestellt worden und der Einsatz der 1187 fand im Zechenbetrieb an der Ostküste Amerikas statt“, so die Worte des Erbauers Bernd Schmidt. Interessant noch, dass Bernd Schmidt am Bau der „1187er“ knapp fünf Jahre Bauzeit benötigte.
Die Modellbahner brauchten an diesem Tag den Regen nicht zu fürchten. Sie standen in ihrem Modellbahnraum im Trockenen und bedienten eine Reihe an interessanten Zuggarnituren. Das große Interesse der Besucher galt dem „Schwarzen Schwan“. Das Original dieser Lok wurde in der bekannten Lokschmiede „Krupp“ gebaut und im Jahre 1957 als Baureihe 10 an die DB abgeliefert. Eingesetzt wurde sie zur Personenbeförderung in D-Zugwagen.
Auch postalisch hatte sie es 1975 als Motiv der Deutschen Bundespost auf eine Jugendbriefmarke geschafft. Auf der Modulanlage präsentierte sie sich mit sechs langen D-Zugwagen am Haken, was im Maßstab 1:87 eine Länge von knapp 200 Zentimeter bedeutet.
Natürlich gab es auch noch andere interessante Züge zu sehen. So gab es eine Lok, im Volksmund als „Ludmilla“ bekannt. Das Original kam aus der Sowjetunion und nahm den Dienst in der früheren DDR auf. Ihr Einsatz war im Bereich des Nahverkehrs angesiedelt.
Nicht zu vergessen die grüne E-Lok der Baureihe 151, die mit Schüttgutwagen auf der Reise war. Wie heute so üblich, waren alle Loks mit entsprechenden Sounds und Rauchgeneratoren ausgestattet. Die Elektronik ist bei den Modellbahnern schon lange eingezogen.

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