Mit der AWO in die Eifel

Ein in jeder Hinsicht heißer Zwei-Tages-Ausflug für 45 Teilnehmerinnen und Teilnehmer

pm

Am 23. Juni brach die AWO Kriftel mit 45 Personen zu einem Zwei-Tages-Ausflug in die von Vulkanausbrüchen geformte Eifel auf. Der Weg führte zunächst nach Andernach, wo im Museum erläutert wurde, wie der größte Kaltwasser-Geysir der Welt bei einer Bohrung nach Mineralwasser 1903 im Stadtteil Namedy entdeckt wurde. Für die Gewinnung von Mineralwasser wird er nicht mehr genutzt, da das Wasser sehr bitter ist, aber als Touristenattraktion bietet er ein schönes Erlebnis. Da der Geysir in einem Naturschutzgebiet liegt, ist er nur per Schiff und über einen kurzen Fußweg zu erreichen. Angesichts der hohen Temperaturen am Dienstag war allen die frische Brise auf der kurzen Fahrt sehr willkommen. Kurz nach der Ankunft der Gruppe fing der Geysir an, zu sprudeln und bildete schließlich eine Fontäne von über 40 Metern Höhe. Nach der Rückfahrt von dem Spektakel wurde Mittagspause gemacht. Der AWO-Vorstand hatte schon gut vorgesorgt und einen Imbiss vorbereitet. Bei kalten Würstchen und leckeren Brezeln vom Schlockerhof machten es sich die AWO-Reisenden auf den reichlich vorhandenen schattigen Bänken an der Promenade mit wunderschönem Blick auf den Rhein gemütlich.

Am Nachmittag ging es nach Mendig zum Lava Dome – Deutsches Vulkanmuseum. Hier wurde zunächst mit einer Bild- und Sound-Vorführung demonstriert, wie die Vulkan-Ausbrüche vergangener Zeiten die Landschaft der Eifel geprägt haben und wie dabei unterschiedliche Gesteinsschichten entstanden sind. Die Basaltlava wurde seit dem Mittelalter von ansässigen Bauern in mühsamer Arbeit abgebaut und diente zur Herstellung von qualitativ hochwertigen Mühlsteinen. In der „Vulkanwerkstatt“ konnte man das gut an einem Modell sehen. Man konnte die gewaltigen Hämmer und andere Werkzeuge einmal anheben, oder die verschiedenen Gesteinssorten in die Hand nehmen. Zum Abschluss ging es in die Tiefe. Auf einer Fläche von nahezu 3 km² spannt sich unterhalb der Stadt Mendig ein Netz von unterirdischen Lavakellern. In 32 m Tiefe befindet sich die auf der Welt einmalige unterirdische „Landschaft“. Hier erhielt man eine Ahnung davon, wie hart das Tagewerk der Hauer war, die weder elektrische Beleuchtung, Belüftung, oder gar einen bequemen Aufzug zur Verfügung hatten. Heute kann man in diesen Kellern sogar heiraten, das Standesamt hat hier eine Dependance eingerichtet.

Tief beeindruckt von diesem tollen Erlebnis fuhr die Reisegesellschaft durch die grüne Eifellandschaft zur Übernachtung in das Kloster Steinfeld. Dieses wird noch von Nonnen und Mönchen des Salvatorianerordens bewohnt, aber auch als Tagungszentrum betrieben. Die geräumigen und modernen Gästezimmer erinnerten jedenfalls in keiner Weise an frühere Klosterzellen, sondern boten den Komfort eines Vier-Sterne-Hotels. Auch das gemeinsame Abendessen im Kapitelsaal in Büffetform war reichlich und schmackhaft. Der Prior ließ es sich nicht nehmen, die Krifteler persönlich zu begrüßen. AWO-Mitglied Wilfried Krementz informierte über die Geschichte des Klosters und der Ordensgemeinschaft.

Am nächsten Tag wurde nach dem – wieder sehr guten – Frühstück zunächst die Basilika besichtigt. Der ursprünglich romanische Bau von 1142 wurde im Lauf der Jahrhunderte immer wieder verändert und ergänzt. Heute präsentiert sich der Innenraum in aufwändiger Barock-Ausstattung. Der AWO-Vorsitzende Gerhard Mantel hatte schon bei der Bus-Anreise dafür gesorgt, dass für diesen Besuch ein passendes Lied eingeübt wurde. So wünschten die Anwesenden allen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht dabei sein konnten, musikalisch: „Bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand“.

Die anschließende Weiterfahrt durch die eindrucksvolle Landschaft des Hohen Venn mit Blick auf die Ardennen führte ins touristisch gut erschlossene Eifelstädtchen Monschau, das zu einem schönen (wenn auch heißen) Bummel einlud. Im Hotel Seemöve am Rursee wurde zu Mittag gegessen.

Danach sollte eigentlich ein Abstecher in die Ahrtalregion erfolgen, die an der noch immer schwierigen Infrastruktur scheiterte. Hartmut Kessler informierte die Reisenden jedoch ausführlich über das Ahrtalhochwasser und seine Auswirkungen bis heute. Ein geplanter Abstecher nach Bad Münstereifel wurde wegen der großen Hitze gestrichen. Alle wollten lieber nach Hause. Das stellte sich aufgrund einiger Staus jedoch als langwieriger heraus, als gedacht. Immerhin kamen die Reisenden dadurch noch einmal in den Genuss einer Fahrt durch den hohen Westerwald, der als Ausweichstrecke genutzt wurde.

Um Punkt 20 Uhr war der Bus zurück in Kriftel und mit ihm die Reisenden – zwar etwas erschöpft von der Hitze, aber gesund, munter und voller Eindrücke von einer Landschaft, die viele zuvor nicht gekannt hatten. Großer Dank ging an Busfahrer Wolfgang Samstag, an die beiden „Reisemarschalle“ Gerhard Mantel und Hartmut Kessler und natürlich an die unermüdlichen Helferinnen Jannie Langeler, Inge Appel und Christa Mons de Oca.

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