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Attraktiver ohne Stellplatzverlust

Ortskernsanierung und Neugestaltung im Bereich der Rudolf-Diesel-Straße Thema im Bauausschuss

GINSHEIM-GUSTAVSBURG (ast) – Als Initialzündung soll die Umgestaltung des Bereichs rund um die Rudolf-Diesel-Straße positiv auf das Erscheinungsbild von ganz Gustavsburg wirken.

Die mit öffentlichen Geldern unterstützte städtebauliche Sanierungsmaßnahme könne 2012 umgesetzt werden, stellte Bürgermeister Richard von Neumann den Mitgliedern des Bauausschusses in Aussicht. Mit den umliegenden Betreibern der Geschäfte und der Volksbank habe man schon Kontakt aufgenommen. Durch die gestalterische Maßnahme erhoffe man sich eine Belebung des Gustavsburger Ortszentrums.

Bis in das Jahr 2020 und darüber hinaus soll der planerische Blick schon jetzt fallen. Dazu gehören Neubauten, wie Bürgerhaus, Supermarkt und ein Feuerwehrgerätehaus, die alle im Ortskern von Gustavsburg entlang der Darmstädter Landstraße entstehen könnten. Dafür müssten allerdings Wohngebäude der Kommunalen Wohnungsgesellschaft (KWG) entmietet und abgerissen werden, betonte von Neumann.

Architekt Folkert Rüttinger von der Planergruppe ROB skizzierte, wie trotz regem Autoverkehr ein 3500 Quadratmeter großen Bereich um die Rudolf-Diesel-Straße, von der jetzigen Feuerwehr, dem kleinen Marktplatz zum ehemaligen Plus-Markt bis zur Volksbank als Gesamtplatz wahrgenommen werden könnte. Mit der Neuordnung will man dem bestehenden Wochenmarkt mehr optisches Gewicht gegeben. Die vorhandenen Parkplätze sollen deshalb in den Randbereich geschoben werden. Für den geplanten Abriss einer Garagenzeile wird es an anderer Stelle Ersatzstellplätze geben.

„Die vorhandene Stellplatzbilanz beibehalten“, das versprach der Bürgermeister. Den vorhandenen Autoverkehr könne man nicht unterbinden, da die Rudolf-Diesel-Straße als Verbindung zur Merianstraße und dem Maindamm gebraucht werde. Rudolf Guthmann (CDU) empfahl, zumindest eine Tiefgarage zu bauen, damit die Autos den Platzcharakter nicht zu sehr dominierten. Er forderte, erst den geplanten Abriss des Feuerwehrgerätehauses und eine Neubebauung umzusetzen und sich danach der Platzgestaltung zu widmen.

Heike Pockrandt (Grüne) konnte bei der Vorstellung erster Pläne keine Verbesserung der Gustavsburger Verhältnisse erkennen. Lothar Nachtmann (CDU) forderte, dass die schon vorhandenen Plätze beider Ortsteile besser gepflegt werden müssten, bevor über eine Neuanlage nachgedacht werde. Nach der Sommerpause gebe es eine Vorentwurfsplanung, versprach von Neumann den Bauausschussmitgliedern. Noch in diesem Jahr könnten dann die Gemeindevertreter über die Gestaltung des Platzes abstimmen. Der mit öffentlichen Geldern der Stadtentwicklung geförderte Umgestaltung könne dann 2012 beginnen. Mit den Stimmen von SPD, CDU, Freien Wählern, bei Enthaltung der Grünen, wurde im Bauausschuss beschlossen mit der Planung fortzufahren.

Zwei weitere kommunale Gestaltungsprojekte sollen in Ginsheim folgen. Ebenfalls mit Fördergeldern der Stadtentwicklung ist geplant, das dortige denkmalgeschützte Rathaus mit neuen Fenstern auszustatten. Für Rollstuhlfahrer wird der Verwaltungsbau barrierefrei gemacht. Zusammen mit der Verlegung des Ginsheimer Feuerwehrgerätehauses, soll der Bereich rund um das Ginsheimer Rathaus neu gestaltet werden.

Ebenfalls sanierungsbedürftig sei das Gemeindehaus der evangelischen Kirche am Damm, ließ der Bürgermeister wissen. In diesem Zusammenhang werde auch der Platz zwischen Gotteshaus und Gemeindehaus neu geordnet. Hier habe es schon erste Gespräche mit dem Kirchenvorstand gegeben. Diese Maßnahme könne aber erst nach der für 2012 geplanten Deichsanierung in Angriff genommen werden. Das evangelische Pfarrhaus wird zur Zeit ebenfalls mit Fördergeldern aus der Stadtentwicklung saniert.

Auch die Förderung von Modernisierungs-, Instandsetzungs- und Abrissmaßnahmen von privaten Häusern sei gut angenommen worden, freute sich von Neumann. Hier gebe es, abhängig von der Baumaßnahme, bis zu 25 Prozent Zuschüsse. Allein für 2011 wurden bisher Förderanträge in Höhe von drei Millionen Euro gestellt. Im Juni 2008 hatte die Gemeindevertretung die Sanierungsgebiete festgelegt und damit der Städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme in Ginsheim-Gustavsburg beschlossen.

Rezepte für die „fünfte Jahreszeit“

Landrat Thomas Will bei Ute Reimers Spargelkochkurs

KREIS GROSS-GERAU (pm) – Als Kind hat ihr der Spargel „alles andere als prickelnd“ geschmeckt, was freilich auch an der wenig ansprechenden Zubereitung („dünn und oft noch ungeschält“) gelegen haben mag. Vielleicht gehört Ute Reimer ja gerade deshalb mittlerweile zu den Koryphäen in Sachen Spargel-Kochkunst im Kreis: Seit nunmehr 16 Jahren nimmt die Treburerin Anfänger und Fortgeschrittene in ihren Kochkursen mit auf die Reise zum Spargel-Hochgenuss.

Über 50 Veranstaltungen hat sie bis jetzt im Rahmen der „Spargeltage Gerauer Land“ geleitet und dabei ihr Expertinnen-Wissen an gut 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer weitergegeben. So jetzt wieder in der Bischofsheimer Georg-Mangold-Schule, wo auch Landrat Thomas Will vorbeischaute und sich über die neuesten Trend in Sachen Spargelküche informierte.

Dazu, so Ute Reimer, gehört es zurzeit, das Gemüse mit ganz wenig Wasser in der Pfanne zu garen oder in Alufolie im Backofen zuzubereiten. Für das traditionelle Kochen auf dem Herd empfiehlt Ute Reimer die Beigabe von Kräutern wie Zitronenmelisse und Minze, und wer Grünspargel bevorzugt, der solle diesen entgegen aller anderslautender Ratschläge unbedingt vorher schälen.

Wie das am besten geht, demonstrierte Ute Reimer ganz praktisch, eher theoretisch ging es dann bei einer kleinen Warenkunde und Erläuterungen zu Herkunft und Geschichte des Edelgemüses zu, das man am besten direkt beim Erzeuger einkaufen sollte.

Im Mittelpunkt stand aber natürlich die praktische Zubereitung: Und da hatte sich Ute Reimer („Die Spargelzeit ist meine ganz persönliche 5. Jahreszeit!“) wieder einige ganz besondere Rezepte ausgedacht: Lachs mit Spargelkruste zum Beispiel, Spargel im eigenen Saft mit Orangen-Basilikum-Sauce und Chili-Hollandaise oder auch eine Spargelcremesuppe mit gebratenem Spargel.

Dem Landrat hatte es besonders ein fruchtiger Spargelsalat angetan: 600 Gramm Weiß- und 400 Gramm Grünspargel in Stücke schneiden, zehn Minuten garen (Köpfe nur fünf Minuten!) und kalt abschrecken. Währenddessen eine gelbe Paprikaschote, zwei Frühlingszwiebeln und einen Bund Dill in kleine Würfel schneiden bzw. fein hacken.

Für die Salatsauce einen Esslöffel Akazienhonig mit drei Esslöffeln Öl, Salz und Pfeffer mischen und vorsichtig mit Spargel, Paprika, Zwiebeln und Dill vermischen. Jetzt zwei Galiamelonen teilen und mit einem Kugelausstecher aushöhlen. Die kleinen Melonenbällchen mit Limettensaft mischen und vorsichtig unter den Salat heben. Diesen in den Melonenhälften anrichten und mit Dillspitzen garnieren: Guten Appetit!

Wer sich für weitere Rezepte von Ute Reimer interessiert, kann unter der Telefonnummer 06147/1556 (Fax 57421) oder via E-Mail unter ute_reimer[at]yahoo[dot]de Kontakt mit ihr aufnehmen.

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